Wie spreche ich mit meinem Kind über Alkohol, Cannabis und Bildschirmzeit?
Früh, ruhig und immer wieder. Kinder, die zu Hause offen über Rausch, Gruppendruck und Medien reden können, greifen später und seltener zu. Dieser Ratgeber zeigt, was in der Suchtprävention nachweislich wirkt, welche Regeln das Jugendschutzgesetz setzt und wo Familien Hilfe finden.
Womit die meisten hier anfangen
- Wie spreche ich mit meinem Kind darüber?
Gesprächsanlässe und Formulierungen für Grundschule, frühe Pubertät und die Jahre ab 14.
- Pubertät oder Warnsignal?
Woran Sie erkennen, ob Rückzug, Stimmungsschwankungen und Leistungsabfall Anlass zur Sorge sind.
- Alkohol bei Jugendlichen
Was das Jugendschutzgesetz erlaubt, warum Rauschtrinken riskant ist und wie Sie Regeln vereinbaren.
- Bildschirmzeit und Gaming
Wann Zocken und Social Media problematisch werden und welche Absprachen in Familien tragen.
- Vapes und Nikotinbeutel
Einweg-E-Zigaretten, Snus und Shisha: was Jugendliche nutzen und was Eltern wissen sollten.
- Mein Kind hat getrunken oder gekifft
Was jetzt hilft, was eher schadet und wann Sie sich Unterstützung holen sollten.
Prävention zu Hause, in der Schule und im Betrieb
- Suchtprävention
Was Prävention ausmacht, was nachweislich hilft und warum Abschreckung allein nicht schützt.
- Eltern
Wie Eltern ihr Kind stärken, Regeln vereinbaren und im Gespräch bleiben, bevor Alkohol, Cannabis oder Bildschirme zum Problem werden.
- Schule
Welche Bausteine wirksame schulische Suchtprävention ausmachen und wie Schulen bei Konsum auf dem Gelände vorgehen.
- Betrieb
Wie Betriebe mit Betriebsvereinbarung, Stufenplan und geschulten Führungskräften vorbeugen und früh helfen.
- Hilfe
Suchtberatung vor Ort, Online-Beratung, Telefonnummern mit Erreichbarkeit, Selbsthilfe und was im Notfall zu tun ist.
Warum dieser Ratgeber unter stiftung-sehnsucht.de erscheint
Unter dieser Adresse war bis Ende 2014 die Stiftung SehnSucht zu finden, die Suchtprävention an Schulen angeboten hat. Sie hat ihre Arbeit zum 31. Dezember 2014 eingestellt, die Domain lag danach viele Jahre brach.
Wir nutzen die Adresse heute für einen unabhängigen Ratgeber. Wir sind keine Stiftung, nicht der Nachfolger der früheren Stiftung und bieten weder Workshops noch Schulprogramme oder Einzelberatung an. Was wir tun: verständlich erklären, was in der Suchtprävention wirkt, und dorthin verweisen, wo es fachliche Beratung gibt.
Fragen und Antworten
- Ab welchem Alter sollte Suchtprävention beginnen?
- Lange bevor das erste Bier oder die erste Vape ein Thema ist. Wirksame Prävention stärkt schon im Kita- und Grundschulalter Fähigkeiten wie Gefühle benennen, Nein sagen und Probleme lösen. Gespräche über konkrete Substanzen werden ab etwa zehn Jahren wichtig, weil der Erstkontakt oft zwischen 12 und 15 liegt.
- Bringt Abschreckung etwas, zum Beispiel drastische Bilder?
- Kaum. Angstappelle und reine Wissensvermittlung verändern das Verhalten von Jugendlichen nach heutigem Forschungsstand wenig. Besser belegt sind Programme, die Lebenskompetenzen trainieren, klare Regeln in Familie und Schule sowie Eltern, die im Gespräch bleiben und selbst ein glaubwürdiges Vorbild sind.
- Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich mir Sorgen um mein Kind mache?
- Erste Anlaufstelle sind die örtlichen Suchtberatungsstellen. Sie beraten auch Eltern, kostenlos und vertraulich. Daneben gibt es Telefon- und Online-Angebote, etwa das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer. Im Notfall, etwa bei einer Alkoholvergiftung, wählen Sie 112.
- Ist SehnSucht eine Stiftung oder Beratungsstelle?
- Nein. SehnSucht ist ein unabhängiger redaktioneller Ratgeber. Wir sind keine Stiftung, bieten keine Beratung und keine Schulworkshops an und stehen in keiner Verbindung zur früheren Stiftung SehnSucht, die unter dieser Adresse bis 2014 aktiv war.