Leitbild

Leitbild und Philosophie der Stiftung Sehnsucht

 

Auftrag

Die Stiftung SehnSucht und ihre Mitarbeiter sehen Ihren Auftrag darin, Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, durch geeignete Maßnahmen vor einer Sucht bzw. Abhängigkeit zu schützen.

 

Suchtverständnis

Wir sehen süchtiges bzw. abhängiges Verhalten als Symptom der grundlegenden Bewältigung von persönlichen Problemen, Gefühlen oder Defiziten. Ebenso können tiefliegende psychische Erkrankungen, genetische Dispositionen, belastende Lebenslagen und soziale Schwierigkeiten den Konsum von legalen und illegalen Drogen sowie die zwanghafte und exzessive Nutzung von Handlungsalternativen (Essverhalten, Computer- und Internet, Glücksspiel, etc.) auslösen oder verstärken.

Zugleich zeigt sich, dass die Grenzen der Phasen einer Suchtentstehung dynamisch sind und fließend ineinander übergehen: Vom ersten experimentellen und unschädlichem Gebrauch, über den schädlichen Missbrauch sowie der Gewöhnung an das jeweilige Verhalten und letztendlich den aus einer Abhängigkeit bzw. Sucht entstehenden negativen sozialen Folgen, körperlichen Schädigungen und psychischen Beeinträchtigungen.

Unser Suchtverständnis orientiert sich daher an dem multifaktoriellen Erklärungsmodell des Suchtdreieckes: Dieses zeigt auf, dass sowohl (1) die eigene Persönlichkeit als auch (2) das soziale Umfeld und die Gesellschaft sowie (3) das Suchtmittel bzw. die Handlung in direktem Zusammenhang zueinander stehen und nicht nur zu der Entstehung von Abhängigkeit sondern auch zu deren Verhinderung beitragen können.

 

Zielgruppenverständnis

Im Zentrum unserer Arbeit stehen Kinder und Jugendliche, da sich eine besondere Gefährdung speziell in dieser Zielgruppe durch eine immer höhere Komplexität und vielschichtige Anforderungen abzeichnet: Schulische Leistungsorientierung, eine große Auswahl an Freizeitmöglichkeiten, die ständige mediale Verfügbarkeit, pubertätsbedingte körperliche und psychische Veränderungen und die Ablösung vom Elternhaus - um nur einige dieser besonderen Gefährdungen zu nennen. Um mit diesen Herausforderungen selbstverantwortlich und risikokompetent umgehen zu können, benötigen junge Menschen oftmals Unterstützung und Informationen, die wir ihnen altersgerecht und teils geschlechterspezifisch in zielgruppenorientierten Präventionsveranstaltungen und Workshops anbieten.

Wir sehen unsere Aufgabe aber auch als Vermittler innerhalb des Systems der Lebenswirklichkeit von jungen Menschen. Hierzu gehört, dass wir eine ganzheitliche Einbettung von Suchtprävention, sowohl in den Schulalltag als auch in das Familienleben und in Freizeitbeschäftigungen anstreben. Punktuelle Informationsveranstaltungen bieten den Vorteil von kurzfristiger Intervention und Abklärung, sollten aber zur nachhaltigen Verankerung immer wieder aufgegriffen und vertieft werden.

Hierfür bieten wir Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für LehrerInnen, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendarbeit an.

Ebenso unterstützen wir bei der Ausarbeitung von Konzepten zur festen Implementierung suchtpräventiver Thematiken im jugendlichen Alltag (Kindergarten, Schule, Freizeiteinrichtungen, Vereine, etc.).

Selbstverständlich spielen auch die Eltern eine besondere Rolle: Als Begleiter auf dem Weg zum Erwachsenwerden sind sie mit einer Vielzahl an Problemen und Fragestellungen konfrontiert. Wir wollen hierbei Beistand und Hilfeleistung durch Beratung und Schulung geben.

Ebenso versuchen wir durch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Suchtprävention eine stärkere gesellschaftliche Bewusstseinsbildung und vermehrtes bürgerschaftliches Engagement (beispielsweise durch Zusammenarbeit mit Elternverbänden oder anderen gemeinnützigen Suchtpräventionseinrichtungen) zu schaffen. Hierzu zählt auch die Verbesserung des interdisziplinären, multiprofessionellen Informations- und Erfahrungsaustausches zum Thema Suchtprävention unter Fachleuten (beispielsweise durch Abhalten von Kongressen und Veranstaltungen).

 

Präventionsverständnis

Menschen sollen befähigt werden, möglichst viel Einfluss auf die Erhaltung und Verbesserung der eigenen Gesundheit auszuüben und Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und die anderer zu übernehmen.“ (Ottawa-Charta Gesundheitsförderung 1986)

Um speziell junge Menschen auf ein Leben vorzubereiten, das von Herausforderungen und Risiken, sowohl für ihre geistige als auch körperliche Gesundheit geprägt ist, steht die Stärkung und Förderung von Lebenskompetenz im Mittelpunkt von suchtpräventiven Bestrebungen. Unser Fokus liegt hierbei zum einen in der Anregung von Selbstreflektion zu bestehenden Verhaltens- und Konsummustern, als auch in der frühzeitigen Identifizierung von problematischen Handlungen. Ebenso ist die Stärkung von Selbstwirksamkeit ein wichtiger Grundstein zur Entwicklung von Resilienzen gegenüber süchtigem bzw. abhängigem Verhalten.

Hierbei geht es jedoch nicht darum, individuelles Experimentierverhalten von Jugendlichen grundsätzlich durch restriktive Bewahrpädagogik zu vermeiden, sondern ihnen aufgrund des Wissens, dass jugendliches Risikoverhalten nicht automatisch zu Sucht und Abhängigkeit führt, eine ganzheitliche Prävention zu bieten, die sie zu mündigen und eigenständige Menschen heranwachsen lässt.

Wir stellen keine Diagnosen sondern versuchen durch eine lebensweltorientierte und systemische Sichtweise die Hintergründe und zugrunde liegenden Bedürfnisse von Betroffenen aufzuzeigen und auf eigene Schutz- und Risikofaktoren sowie geeignete Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen.

Statt mit erhobenem Zeigefinger ein Verbot erzwingen zu wollen, begeben wir uns auf Augenhöhe mit unseren Zielgruppen und ihrer Lebenswelt. Unsere Veranstaltungen sollen Spaß machen und sachkundige, wertungsfreie Informationen vermitteln, die durch ihre Inhalte und nicht aufgrund von Restriktionen überzeugen. Dabei sehen wir die Teilnehmer als selbstverantwortliche und selbstbestimmte Menschen, deren Aufgabe es ist, mit Hilfe erlernter und reflektierter Risikokompetenz sowohl den Gefahren als auch den Freuden des Lebens entgegen zu treten. Hierbei wollen wir sie durch Aufklärung, Training und Beratung unterstützen.

Unsere Veranstaltungen werden partizipativ und interaktiv gestaltet, sodass die Teilnehmer durch das Einbringen von Ideen und  Anregungen wichtige Themen und Fragen aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit vortragen und eine tolerierte Selbstwirksamkeit erleben.

Wir orientieren uns an wissenschaftlich nachhaltig befundenen Standards aus der Präventionswirksamkeitsforschung um Veranstaltungen und Projekte zu planen, unsere Mitarbeiter zu schulen und die Ergebnisse durch regelmäßige Evaluationen und Überarbeitung zu hinterfragen.

 

Mitarbeiterverständnis

Als Mitarbeiter der Stiftung SehnSucht wollen wir sowohl durch den ehrlichen und vertrauensvollen Umgang mit unseren Zielgruppen als auch der Reflektion von eigenen Verhaltens- und Konsummustern als authentisches und glaubwürdiges Vorbild dienen. Hierzu zählt auch der Einsatz von Mitarbeitern mit Abhängigkeitserfahrungen, durch deren Mithilfe ein direktes und echtes Beispiel für die Auswirkungen einer Sucht dargestellt, aber auch Auswege aufgezeigt werden können. MitarbeiterInnen mit Abhängigkeitserfahrung müssen immer über ausreichend Therapieerfahrung verfügen, ein stabil cleanes Leben führen und an speziellen Fortbildungen teilnehmen.

Regelmäßige Fort- und eigenständige Weiterbildung zu allen Themen der Suchtprävention gehören ebenso zu unserem professionellen Verständnis wie die kollegiale Beratung und gegenseitige Unterstützung.

 

Gemeinnützigkeit

Die Stiftung Sehnsucht fördert die öffentliche Gesundheitspflege und mildtätige Zwecke und verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO) und ist selbstlos tätig.

Fehler | Stiftung Sehnsucht

Fehler

Fehlermeldung

  • Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /homepages/30/d94223327/htdocs/stiftung-sehnsucht.de/includes/common.inc:2694) in drupal_send_headers() (Zeile 1224 von /homepages/30/d94223327/htdocs/stiftung-sehnsucht.de/includes/bootstrap.inc).
  • PDOException: SQLSTATE[42000]: Syntax error or access violation: 1142 INSERT command denied to user 'dbo496621629'@'217.72.207.165' for table 'watchdog': INSERT INTO {watchdog} (uid, type, message, variables, severity, link, location, referer, hostname, timestamp) VALUES (:db_insert_placeholder_0, :db_insert_placeholder_1, :db_insert_placeholder_2, :db_insert_placeholder_3, :db_insert_placeholder_4, :db_insert_placeholder_5, :db_insert_placeholder_6, :db_insert_placeholder_7, :db_insert_placeholder_8, :db_insert_placeholder_9); Array ( [:db_insert_placeholder_0] => 0 [:db_insert_placeholder_1] => cron [:db_insert_placeholder_2] => Attempting to re-run cron while it is already running. [:db_insert_placeholder_3] => a:0:{} [:db_insert_placeholder_4] => 4 [:db_insert_placeholder_5] => [:db_insert_placeholder_6] => http://www.stiftung-sehnsucht.de/leitbild [:db_insert_placeholder_7] => [:db_insert_placeholder_8] => 54.162.164.247 [:db_insert_placeholder_9] => 1500928726 ) in dblog_watchdog() (Zeile 160 von /homepages/30/d94223327/htdocs/stiftung-sehnsucht.de/modules/dblog/dblog.module).
Auf der Website ist ein unvorhergesehener Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später nochmal.